Lebensader Oberrhein - Naturvielfalt von nass bis trocken

Aktuelles

Pyramidenorchis in der Saalbachniederung (Quelle: NABU Hambrücken)
Pyramidenorchis (Quelle: NABU Hambrücken)

Baggerarbeiten in der Saalbachniederung

In der Saalbachniederung nordwestlich von Bruchsal finden Baggerarbeiten im Zeichen des Naturschutzes statt, damit hier neuer Lebensraum für gefährdete Arten entstehen kann. „Dazu vergrößern wir eine vorhandene kleine Flachwasserzone und legen eine weitere an“, berichtet Michael Hug vom Bühler Institut für Landschaftsökologie und Naturschutz. Dazu wird eine etwa 12.850 Quadratmeter große Fläche rund 30 Zentimeter tiefer gelegt. Nach Regenfällen und bei Hochwasser wird das Gelände überschwemmt.

 

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Schulleiter Thomas Dornblüth, Michal Lang (Fachbereich Naturwissenschaften) und Dr. Katrin Fritzsch (NABU-Projektleiterin „Lebensader Oberrhein“) (Quelle: Anja Preiss)
Naturschutz-AG in Durmersheim (Quelle: Anja Preiss)

Lebensader Oberrhein unterstützt Schul-AG

Die Naturschutz-AG des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums Durmersheim beschäftigt sich regel­mäßig jede Woche mit verschiedenen Facetten des Themas biologische Vielfalt – direkt vor ihrer Schultür im Biodiversitäts-„Hotspot“ am nördlichen Oberrhein. „Lebensader Oberrhein“ unterstützt die AG sowohl fachlich als auch personell, so dass die freie Mitarbeiterin des Naturschutzzentrums Karlsruhe-Rappenwört (NAZKA), Tanja Hofmeister, die 25 Schülerinnen und Schüler fachkundig begleiten kann.

 

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Projekt beim Regionalparkforum (Quelle: NABU Neumünster)
Projekt beim Regionalparkforum (Quelle: NABU Neumünster)

Projektvorstellung beim Regionalparkforum

Beim 6. Regionalparkforum des Regionalparks Rhein-Neckar in Mannheim wird auch das Projekt "Lebensader Oberrhein" Thema sein - unter dem Titel "Beitrag zur Weiter­ent­wicklung der Naturpotentiale in der Region". Die im Rah­men des Projekts erarbeiteten Ergebnisse und Kon­zepte sollen langfristig in der Region verankert wer­den und in die Regionalplanung und -entwicklung der Metropolregion einfließen, die mit 2,3 Millionen Einwohnern der siebtgrößte Wirtschaftsraum Deutsch­lands ist.

 

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Positive Zwischenbilanz und gute Aussichten (Quelle: NABU/K. Fritzsch)
Positive Zwischenbilanz (Quelle: NABU/K. Fritzsch)

Positive Zwischenbilanz

Der NABU zieht für das Projekt „Lebensader Oberrhein – Naturvielfalt von nass bis trocken“ eine positive Zwischen­bilanz. Zur Halbzeit sind bereits rund 80 Prozent der Natur­schutz­vorhaben zwischen Bingen und Bühl umgesetzt. Einige Beispiele: Es wurden über 30 Amphibientümpel angelegt, 13 Sand­biotope instand gesetzt und 200 Baum­riesen als Lebens­raum gesichert. Die Arbeiten an zukunfts­fähigen Kon­zepten für 640 Deich-Kilometer laufen nach Plan. Mehrere hunderttausend Menschen hatten bereits Gelegenheit, mit dem ‚Hotspot‘ und dem Thema biologische Vielfalt in Kontakt zu kommen. Auch die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern bewährt sich.

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Waldarbeiten für den Naturschutz (Quelle: NABU/K. Fritzsch)
Waldarbeiten für den Naturschutz (Quelle: NABU/K. Fritzsch)

Holzarbeiten im Hirschacker

Im „Hirschacker“ zwischen Schwetzingen und Mann­heim stehen ab KW 47 noch einmal Wald­arbeiten im Zeichen des Natur­schutzes an. Damit rückt das Ziel ein gutes Stück näher: die biologische Vielfalt im Biodiversitäts-„Hotspot“ am Oberrhein zu erhalten. Im ersten Schritt werden auf neun kleinen Teilflächen, insgesamt 1,6 Hektar, Bäume entfernt. Im zweiten Schritt wird auch das Wurzelwerk gezogen. Da der Hirschackerwald lange militärisch genutzt wurde, besteht flächendeckender Kampfmittelverdacht und eine begleitende Kampfmittelerkundung ist notwendig.

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Über das Projekt

Der Hotspot 10 „Nördliche Oberrheinebene mit Hardtplatten“ erstreckt sich über die drei Bundesländer Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen. Maß­gebliches Landschafts­element für das Gebiet ist der Rhein mit seinen Neben­gewäs­sern und Auen. Gleichzeitig ist dieser größte deutsche Fluss mit seinen Deichen eine wichtige und überregional bedeut­same Vernetzungsachse für Tiere und Pflanzen. Ein wesentliches Charakteristikum des Gebietes ist darüber hinaus die große Bandbreite von nassen bis trockenen Lebensräumen. Im Bereich des Hotspots und seinem näheren Umkreis leben mehrere Millionen Menschen, was zu einem hohen Nutzungs-, Freizeit- und Siedlungsdruck in der Region führt.

Projektpartner bei „Lebensader Oberrhein - Naturvielfalt von nass bis trocken“ sind die beiden NABU-Landesverbände Rheinland-Pfalz und Baden-Württem­berg, die im Verlauf des sechsjährigen Vorhabens eine Erhöhung der bio­logi­schen Vielfalt im Bereich des Hotspots erreichen wollen. Die Projekt­maß­nah­men im hessischen Teil des Hotspots werden vom NABU-Rheinland-Pfalz mitbetreut. Dazu sollen u. a. naturschutzfachliche Maßnahmen in besonders bemerkenswerten Lebensraumtypen umgesetzt und über eine intensive Öffentlichkeitsarbeit die Identifikation der zahlreichen hier lebenden Menschen mit dem Hotspot gesteigert werden.

Logo: Bundesprogramm Biologische Vielfalt
Link zum Projekt beim Bundesamt für Naturschutz (BfN)

Das Projekt wird durch die Förderung im Rahmen des Bundes­programmes Biologische Vielfalt durch das Bundes­amt für Natur­schutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Natur­schutz, Bau und Reaktorsicherheit er­mög­licht. Eine unter­stützende Förderung erfolgt durch die Bundesländer Rhein­land-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen.